Helfen, wo wir können: Das WHG spendet 6765 €

Jedes Jahr veranstaltet das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium einen großen Weihnachtsbasar. Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte sparen keinerlei Mühen, um Verkaufsstände aller Art auf die Beine zu stellen. Eine Besonderheit unseres Basars ist: Das eingenommene Geld für Kinderpunsch und Co. landet nicht in den Klassenkassen, sondern wird gesammelt und an verschiedene gemeinnützige Organisationen gespendet. Seit vielen Jaren unterstützt das WHG durch seine Spenden die Vereine „Indischer Regenbogen“, „Schulen für Uganda“ und den Verein „Togo/Togoville“.

Bei einem Gesamtbetrag von 6765 € erhält jede Organisation dieses Jahr 2255 €.

Die Spendenübergabe erfolgt immer ein paar Monate nach dem Weihnachtsbasar, also im Frühjahr. Bevor die Schecks übergeben werden, stellen die Hauptverantwortlichen der jeweiligen Stiftungen vor, mit welchen Projekten und Vorhaben die Menschen vor Ort konkret unterstützt werden. Hierbei sind die Klassensprecherinnen und Klassensprecher aller Jahrgangstufen, der Elternbeirat und unser Schulleiter Thomas Dornblüth anwesend.

Spendenübergabe 2026

Togo/Togoville e.V.

Herr Sautier machte als Vertreter von „Togoville e.V.“ den Anfang. Hierbei gab er uns einen Einblick in das Leben der Togolesen; schnell stellte sich heraus: Die Menschen dort haben es nicht leicht. Herr Sautier berichtete von Häusern ohne Strom und fehlenden Autobahnen. Besonders eindrucksvoll war das Bild einer „Tankstelle“, die nur aus einem Benzinkanister besteht. Außerdem erzählte er von großen, vielfältig bestückten Märkten: „Es gibt nichts, was man nicht kaufen kann“, berichtete er: „Doch leider können sich die meisten Togolesen das alles nicht leisten“. Als Schüler habe man es besonders schwer. Wenn es dunkel wird oder die Wetterverhältnisse schlecht sind, können die Schülerinnen und Schüler in Togo nicht lernen, da es nicht ausreichend Licht gibt. Bis vor kurzem gab es für 1300 Schüler einer Schule lediglich 2 Toilettenkabinen. Die Spenden des Weihnachtsbasars 2024 machten es möglich, den Schülern dort eine würdevollere Toilette zu errichten. Unser stellvertretender Schulleiter Thomas Kress war im vergangenen Sommer mit der Organisation extra direkt vor Ort in Togo. Am Weihnachtsbasar erzählte er in einem Vortrag ausführlich von seinen Erlebnissen. Hierbei ging er unter anderem auf ein großes Fußballspiel mit Schülern ein, bei dem viele barfuß mitspielen mussten, da sie keine Schuhe hatten.

Indischer Regenbogen e.V.

Frau Nowack verteilte bei der Vorstellung des Indischen Regenbogens 16 Dankeskarten für das WHG. Mit unseren Spenden gelang es dem Verein „Indischer Regenbogen“, 16 Mädchen von der Straße zu retten und ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen. Die Karten waren versehen mit Sprüchen wie „Thank you Mama and Papa, be blessed“. Dazu erklärte Frau Nowack, dass es in der indischen Kultur üblich sei, Menschen die einem helfen, „Mama“ oder „Papa“ zu nennen und sie somit zu würdigen. Außerdem informierte sie über die Situation in Indien: Da die Sterberate deutlich geringer als die Geburtenrate ist, herrscht in Indien eine enorme Überbevölkerung. Die Bildung ist schlecht - es gibt sehr viele Analphabeten, also Menschen, die nicht schreiben und lesen können. Außerdem gilt ein Großteil der indischen Bevölkerung als unterernährt. Die Frauen in Indien kriegen sehr viele Kinder, da es u.a. oft zu Vergewaltigungen kommt. Der Verein „Indischer Regenbogen“ kümmert sich um junge Mädchen durch den Bau von Frauenhäusern, wo sie „geborgen, gebildet und geschützt“ aufwachsen sollen. Frau Nowack berichtete zudem von einem Fall, bei dem sie ein zweijähriges Mädchen gerettet haben, das auf der Straße ausgesetzt wurde. Da viele Frauen verzweifelt und überfordert mit ihren vielen Kindern seien, handele es sich dabei sicherlich nicht um einen Einzelfall. Bisher gelang es der Organisation, 36 Boarding-Häuser zu errichten und somit zahlreiche Mädchen und Frauen vor Armut oder sogar dem Tod zu retten.

Schulen für Uganda e.V.

Zum Abschluss präsentierte Frau Kiduma die Organisation „Schulen für Uganda“, einen Verein, der seit 1990 gemeinnützige Arbeit in Uganda leistet. Vor allem wirkt dieser im Dorf „Muwafa“ im Landkreis „Tororo“. Hier sorgten unsere Spenden schon für einen Zaun ums Schulgelände, der die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler ermöglicht. Mit den Spenden des Weihnachtsbasars aus dem vergangenem Jahr soll 2026 nun ein Stromanschluss für die „Firimoni Kiduma Memorial School“ errichtet werden. Dadurch kann den Schülern garantiert werden, auch bei schlechtem Wetter oder morgens mit ausreichend Beleuchtung lernen zu können. Außerdem soll mehr Sicherheit gegen Diebstahl eingerichtet werden und den Schülern soll die Nutzung von Computern im Alltag möglich sein. Laut Frau Kiduma geht es den Kindern auf der Tages-/Internatsschule oft besser als bei ihnen zuhause, da sie dort lernen können, ausreichend zu essen bekommen und sich nicht um das familiäre Einkommen kümmern müssen. Zuhause ist das oft nicht der Fall. Der Verein unterstützt die Menschen vor Ort durch den Bau von drei Brunnenanlagen, zweier Grundschulen, einer Berufsschule, einer Kirche sowie durch die Vermittlung von besonders bedürftigen Kindern an Paten und allgemeine humanitäre Hilfeleistungen.

Luisa Regnier, K1