Die Mittel- und Oberstufen-Theater-AG nahm das Publikum mit auf eine spannende Reise in die Goldenen Zwanziger

Ein luxuriöser Zug. Dreizehn Reisende. Und plötzlich: ein Mord.

Am 18. und 19.6. wurde es spannend für das zahlreich erschienene Publikum in der Sporthalle, das sich trotz hochsommerlicher Temperaturen die Agatha-Christie-Aufführung der Mittel- und Oberstufen-Theater-AG des WHG nicht entgehen lassen wollte.

Besonders die sorgfältig zusammengestellten Kostüme und Requisiten ließen die Zuschauer ganz in das Ambiente des berühmten Luxuszugs zur Zeit der Golden Twenties eintauchen. Eine besonders pfiffige Idee war das bewegte Bühnenbild: Dabei verwandelte das „Zugpersonal“ aus der Unterstufen-Theater-AG die Szenerie, die auf rollende Paletten angebracht worden war, blitzschnell von einem Zugabteil in eine Bar oder einen Speisesaal.

Dass es bei dem Kriminalfall um viel mehr als eine offensichtliche Suche nach einem Mörder geht, unterstrichen die Regisseure Carsten Thein und Caroline Scheringer damit, dass Hercule Poirot gleich von drei Personen dargestellt wurde, um Herz, Verstand und Leidenschaft des Meisterdetektivs zu verkörpern. Widersprüchliche Gefühle, den Wunsch nach Gerechtigkeit, die Rache für ein furchtbares Verbrechen, nämlich den Tod eines kleines Kindes, brachten die engagierten Schauspielenden aus der Theater-AG ausdrucksstark auf die Bühne und fesselten so das Publikum bis zum letzten Moment. Dazu passend hatte die Technik-AG unter der Leitung von Stefan Zimmer Licht und Ton perfekt im Griff.

Susanne Treiber