Kunst

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“

Das viel bemühte Zitat von Karl Valentin führt uns direkt zum Wesen kreativen Tuns – wir arbeiten künstlerisch und dabei können wir Erfahrungen in persönlichen Ausdruck umwandeln. Kunst ist eine Sprache.

Kreativität ist das Hervorbringen von etwas Neuem, so noch nicht Gesehenem. Kreativität auszuleben ermöglicht uns, etwas über uns selbst zu erfahren. Es geht nicht um „Begabung“, sondern um Sensibilität.

Künstlerisches Tun bedeutet prozesshaft arbeiten. Es beinhaltet die Fähigkeit, sich für eine Problemstellung geeignete Techniken anzueignen, diese gezielt einzusetzen und das Ergebnis zu reflektieren. Dazu gehört auch scheitern, verwerfen und neu denken.

Kreatives Denken ist gleichzeitig eine Haltung, die für andere Lebensbereiche oder Unterrichtsfächer Bedeutung hat.

In Zeiten der Bilderfluten und optimierten Oberflächen kommt der Schulung der Wahrnehmung und der Entwicklung gestalterischer Fähigkeiten besondere Bedeutung zu. Das individuell geschaffene Werk wird immer wertvoller.

Kreativität in ihrem eigentlichen Sinn kann nicht output - orientiert sein. Das Endprodukt kann nicht schon vorher klar sein - es ist und bleibt ein Abenteuer.

 

Natürlich nimmt das WHG am Projekt - „Democrazy- Wie sieht die Welt in 100 Jahren aus?“ des Landkreises Rastatt und der Kulturregion Karlsruhe in Zusammenarbeit mit weiteren Partnern teil – und räumt sogar einen Preis (unter 20 weiteren Preisträgern) aus über 600 eingereichten Arbeiten ab.

Dabei verweigert das preisgekrönte Bild von Maya Ganz eigentlich die Antwort auf die von den Wettbewerbsveranstaltern gestellte Frage – es entzieht sich und macht dadurch deutlich, was im Hier und Jetzt wichtig sein könnte.

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